Morgenstimmung
Jeden Morgen, eine Stunde vor Sonnenaufgang kommt dieser junge, starke Fasan in den Garten. Er untersucht den Boden, das Gras, schaut unter die Büsche, umrundet die Steinskulptur. Er begutachtet alles. Und lässt sich viel Zeit dazu.
Aber dann, zehn Minuten vor Sonnenaufgang springt er leichtfüßig auf die Skulptur. Dreht sich rechts und links und um die eigene Achse, schüttelt die Federn, reckt sich, streckt sich, schlägt mit den Flügeln, stößt probehalber hühnerhahnähnliche Krählaute aus, tritt von einem Bein auf das andere. Und wartet. Der ganze Körper gespannt bis in die kleinste Feder, das Gesicht nach Osten.
Der Himmel wird heller, das Morgenrot breitet sich aus.
In dem Augenblick wenn der erste Sonnenstrahl die Skulptur trifft, richtet er sich auf, schlägt schwirrend mit den Flügeln, stellt die langen Schwanzfedern auf und sich selbst auf die Zehen und begrüßt diesen Sonnenstrahl mit seinem freudigsten lautesten Krähen. Die Flügel schwirren hörbar, so schnell schlägt er sie. Die Schwanzfedern ragen steil in die Luft.
Noch einmal. Noch einmal.
Dann faltet er die Flügel sorgfältig zusammen. Schüttelt das Federkleid. Und hüpft, ebenso leichtfüßig wie vorher auf den Stein, wieder vom Stein.
Geht ein paar Schritte. Dreht sich. Schaute zurück und verlässt die Arena. Ein siegreicher Kämpfer, hocherhobenen Hauptes, zufrieden, mit sich und mit gleichmäßigem, geerdeten Schritt.
Lautlos verschwindet er unter den Büschen.
"It does this every morning sharp sunrise. It propably thinks it is sun priest. Sun only rises whilst it is wellcoming him." Das ist der eher trockenen Kommentar des Gartenbesitzers.
(Der Gartenbesitzer ist Engländer)
herrlich :-)
AntwortenLöschenOh je! Jetzt hab ich diese kleine Geschichte noch einmal gelesen und Fehler gefunden. Gleich hab ich ein paar Rechtschreibfehler, einen Grammatikfehler und dann noch einen englischen Grammatikfehler ausgebessert.
AntwortenLöschenBesser jetzt als nie.